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  Die Ignoranz und die Tatenlosigkeit der Kulturpolitik bedeuten für die kulturelle Vielfalt im Museumsquartier die Gefahr einer endgültigen Verdrängung.

Nach der überraschenden Regierungsankündigung eines Endes der "autistischen Kulturpolitik" fordert Public Netbase t0 daher von Morak, Gehrer und Marboe: WERDEN SIE AKTIV!
TREFFEN SIE ENDLICH KULTURPOLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN!


Der Widerruf der Prekarien für die Institutionen Public Netbase t0, Springerin, Depot und Basis Wien hat eine kulturpolitische Diskussion zum Museumsquartier in Gang gesetzt, durch die weite Teile der Öffentlichkeit und der Medien erfasst wurden - erstaunlicherweise aber nicht das Interesse und die Handlungsbereitschaft der verantwortlichen Politik.

Interesse und Handlungsbereitschaft sind allerdings jetzt mehr denn je gefordert. Dies bestätigt auch Wolfgang Waldner, der Geschäftsführer der Museumsquartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH., indem er auf Anfrage zu verstehen gab, dass eine grundsätzliche Entscheidung zur inhaltlichen Gestaltung des Kulturareals ausschließlich der Kulturpolitik vorbehalten ist. Das legt eine Überprüfung der aktuellen Sachverhalte nahe.

Kunststaatssekretär Franz Morak hält sich - ungeachtet aller nationalen und internationalen Protestschreiben zur Kündigung von Public Netbase t0 - auffallend bedeckt. Er erklärte zwar in einer aktuellen Meldung der Bundesregierung am 1. Mai dieses Jahres, der bisherige österreichische Weg einer "autistischen Kulturpolitik" müsse mit dem Internet nunmehr ein Ende finden. Ein klares Bekenntnis für einen Verbleib von Public Netbase t0 im Museumsquartier und den mittlerweile unverzichtbaren Beitrag an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und neuen Medien steht jedoch trotz aller Dringlichkeit noch immer aus.

Eine solche Teilnahmslosigkeit stellt sich umso schlimmer dar, wenn Kulturministerin Elisabeth Gehrer bei der Vorstellung der Internet-Offensive "e-Austria" im kulturellen Zusammenhang das Ansinnen der Bundesregierung zum Ausdruck bringt, lediglich historisches Volksliedgut zu digitalisieren. Zeitgenössische Kunstformen finden darin mit keiner Silbe Erwähnung, wodurch das digitale Kulturerbe von morgen bereits heute in großem Ausmaß gefährdet wird.

Zu allem Überdruss verschließt auch Kulturstadtrat Peter Marboe vor dem dringenden Handlungsbedarf seine Augen. Er zeigt sich zwar bei öffentlichen Auftritten immer wieder gerne von einer liberalen Haltung und durchaus aufgeschlossen gegenüber den zeitgenössischen Ausdrucksformen von Kunst und Kultur. Was die Planung und schrittweise Realisierung des Museumsquartiers betrifft, muss der kulturpolitische Verantwortliche der Stadt Wien nicht nur diesbezügliche Unkenntnis eingestehen, er weist auch jede Zuständigkeit bei der Mitverantwortung für die im Jahre 2001 frei werdenden Flächen und ihre Zweckwidmung von sich. Der Bitte von Public Netbase t0, zum aktuellen Entwicklungsstand Stellung zu beziehen, hat Stadtrat Marboe jedenfalls trotz seiner Zusagen bis heute noch nicht Folge geleistet.

Dieses operettenhafte Zusammenspiel aus Ignoranz, Tatenlosigkeit und kulturpolitischem Rückwartsgang muss nun ein Ende finden.

Aus diesem Grunde fordert Public Netbase t0 von Kunststaatssekretär Franz Morak, von Kulturministerin Elisabeth Gehrer sowie von Kulturstadtrat Peter Marboe:

ENTSCHEIDEN SIE ENDLICH ...

... für die WEITERE SICHERUNG der lebendigen KULTURELLEN VIELFALT, die schon bisher maßgeblich zur Attraktivität des Standorts Museumsquartier beigetragen hat!

... für den VERBLEIB und die EIGENSTÄNDIGKEIT von Public Netbase t0 im Museumsquartier, um eine zukunftsgewandte künstlerische Auseinandersetzung mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien weiterhin zu gewährleisten!
 
 
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